2017

Klub Irrko Space NightKlub Irrko Space Night Text 72pxl

ist eine Reihe von (unbeschwerten) Vorträgen und Gesprächen,
bei denen Künstler_innen, Wissenschaftler_innen und Freund_innen
ihre privaten Forschungsgebiete vorstellen.

is a series of informal lectures and conversations, in which artists,
scientists and friends present their private fields of research.

 

 

22. Mai 2017:

Hermann Glettler

Worum geht’s?

Hermann Glettler space night

Um Solidarität, Spiritualität und Integration. Hauptsächlich darum, nicht wahr?!

Selbstverständlich würden jeder/m ja noch einige Fremdwörter einfallen. Anhand dieser drei exklusiven Stichworte möchte ich jedenfalls meine Arbeit als Priester, Kurator für Gegenwartskunst in Kirchen, Gesellschaftsbeobachter, Verantwortlicher für die Caritas und Mission vorstellen. Damit diese Querschnitts-Crossover-Geschichte halbwegs verdaulich und übersichtlich bleibt, werde ich auch ein paar Fotos zeigen. Freue mich auf eine schöne Begegnung.

Hermann Glettler, seit 2016 Bischofsvikar für Caritas und Evangelisation in der katholischen Kirche der Steiermark. Vorher Pfarrer und Sozialarbeiter im wunderschönen multikulturellen Bezirk Gries in Graz. Bildender Künstler.

 

 

22. April 2017:

Frank Ruf: Das silberne Volk

kontrolltisch für atomtests nevada

Seit den Enthüllungen von Edward Snowden versuche ich, zwei Wahnsinnsthemen in einem Roman zu vereinen: Die anlasslose Massenüberwachung und die rasanten Fortschritte bei künstlicher Intelligenz. Ein drittes Themenfeld stellt eine Verbindung dar, es ist die Entwicklung von Autonomie für Militärtechnik. Ich möchte euch zu diesen Themen meine Recherche vorstellen und zudem einen ersten Einblick in den Roman und seine Figuren geben, der bisher den Arbeitstitel „Das silberne Volk“ trägt.

Nach Lehrtätigkeiten in der Auslandsgermanistik in Delhi/Indien und Nottingham/Großbritannien studiere ich derzeit Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst/Wien.

Foto:  Kontrolltisch für Atomwaffentests in Nevada (© Frank Ruf)

 

 

22. März 2017:

Stefan Ossmann

Das wahrscheinlich erste Polyamorie-Quiz der Welt (in Wien XVI)

polyamorie_ossman_spacenight

Polyamorie ist in aller Munde. Aber wie viel wissen wir wirklich über emotionale und sexuelle Mehrfachbeziehungen? Was ist erforscht, was liegt im Dunkeln? Anhand eines ziemlich kniffligen Quizzes wird das Wissen des Publikums erhoben und im Anschluss mit Klischees und Halbwahrheiten aufgeräumt. Kein Vorwissen erforderlich, Monogamisten und -innen herzlich willkommen.

Stefan Ossmann ist Geistes- und Sozialwissenschafter und forscht im Rahmen eines FWF-Projektes zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Eigenwahrnehmung und medialer Fremddarstellung polyamorös lebender Personen: http://polyamorie.univie.ac.at/

 

Stefan Ossmann:
Probably the first Polyamory-Quiz in the world (in Vienna XVI)

Much is being said about polyamory. But how much do we really know about emotional and sexual multi-relationships ? What research has been done and what has yet to be discovered ? Based on a quite tricky quiz the knowledge of the audience will be assessed and subsequently stereotypes will be dispelled. No prior knowledge necessary, monogamists very welcome.

Stefan Ossmann is a social and human scientist and currently researching in the context of a FWF project about commonalities and differences in the self perception and the media representation of polyamorously living people:  http://polyamorie.univie.ac.at/

 

 

22. Februar 2017:

Nicola Schenk: Tableaux vivants – Über die Wirkkraft der (lebenden) Bilder und die Lust am Rätseln über das Nicht-Sichtbare

nicola_schenk

Tableaux vivants waren vor allem zur Zeit Goethes sehr beliebt. Es waren dies körperliche Nachstellungen und Nachempfindungen von kanonisierten Werken der Malerei und Plastik. Es sollten „zauberische Einblicke in die Grenzwelt zwischen Wirklichkeit und Imagination“ vermittelt werden. Mit der Fotografie beginnt das Tableau vivant später Produkt eigenschöpferischer bildnerischer Energien zu werden. Die lebendigen sowie Bilder an und für sich können so faszinieren, dass man ihr Mysterium unbedingt begreifen – hinter das Bild greifen will, um sein Geheimnis zu lösen. Es wird begehrlich betrachtet, es wird schief gestellt und Leerstellen werden gefüllt, die das Nicht-Sichtbare, das nur Ahnbare benennen wollen. Letzlich kapituliert man vor der dem Bild innewohnenden Sinnlichkeit und überlässt sich mit einem Schauder der Verzauberung.
Vortrag mit Bildbeispielen

Nicola Schenk hat im Künstlerhaus gearbeitet, auf der Theater-Film und Medienwissenschaft Wien studiert und erschließt sich aktuell neue berufliche Horizonte durch transdisziplinäre Projekte.

 

 

22. Jänner 2017:

Walter Manoschek: „Dann bin ich ja ein Mörder !“

Adolf Storms und das Massaker an Juden in Deutsch Schützen
Dokumentarfilm, 68 Minuten

manoschek

Präsentation des Films mit anschließender Diskussion mit dem Filmemacher.
Elfriede Jelinek: „Ich finde diesen Film großartig, vor allem weil er so sachlich ist.“
Walter Manoschek ist Professor für Politikwissenschaft an der Uni Wien und forscht seit vielen Jahren zu Holocaust, Nationalsozialismus und Vergangenheitspolitik.